AleaSoft Energy Forecasting, 14. August 2026. Das MITECO hat im Rahmen des Programms Repoten 2 Fördermittel in Höhe von 612 Millionen Euro für 173 Projekte zum Repowering von Windenergieanlagen und zur Modernisierung von Wasserkraftanlagen vergeben. Mehr als die Hälfte der Projekte umfasst hybridisierte Speicher, wodurch 2 GWh neue Speicherkapazität hinzukommen. Die Ausschreibung zeigt, dass die Erneuerung einer Anlage heute die Abstimmung von Leistung, Speicher, Netzzugang, erzieltem Preis und Finanzierung erfordert.

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Ein Programm, das die Erneuerung des spanischen Anlagenbestands für erneuerbare Energien beschleunigt

Im zweiten Aufruf des Programms für zirkuläres Repowering, Repoten 2, wurden 612 Millionen Euro aus NextGenEU-Mitteln des Aufbau-, Transformations- und Resilienzplans (PRTR) für 173 Projekte zur Erneuerung von Windparks und Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von bis zu 50 MW bereitgestellt. Die vom IDAE verwaltete Förderung unterstützt 81 Maßnahmen zum Repowering von Windenergieanlagen sowie 92 Maßnahmen zur technologischen und ökologischen Erneuerung von Wasserkraftwerken.

Die ausgewählten Projekte umfassen insgesamt 2433 MW Windenergieleistung und 1091 MW Wasserkraftleistung, also mehr als 3,5 GW Erzeugungsleistung in den erneuerten Anlagen. Zudem werden sie Investitionen von fast 3,75 Milliarden Euro mobilisieren.

Galicien führt die Ausschreibung mit 40 Projekten an, gefolgt von Kastilien und León, Kastilien-La Mancha, Andalusien und Aragonien. Die Maßnahmen müssen vor dem 30. Juni 2030 abgeschlossen sein, wobei die Frist bis zum 31. Dezember desselben Jahres verlängert werden kann. Dieser Umsetzungshorizont bedeutet, dass Entscheidungen über Auslegung, Energiespeicherung, Netzzugang und Finanzierung weit im Voraus getroffen werden müssen.

Beim Repowering geht es nicht mehr nur um den Austausch der Turbine

Das traditionelle Bild des Repowerings lässt sich als Austausch alter Windenergieanlagen durch eine geringere Anzahl größerer und effizienterer Anlagen zusammenfassen. Repoten 2 verdeutlicht das Ausmaß dieses Prozesses. Rund 3000 alte Windenergieanlagen mit einer durchschnittlichen Leistung von 790 kW werden durch weniger als 500 neue Anlagen mit einer durchschnittlichen Leistung von 5 MW ersetzt. Damit steigt die durchschnittliche Leistung je Windenergieanlage auf mehr als das Sechsfache.

Die Erhöhung der installierten Leistung ist jedoch nur ein Teil der Entscheidung. Es muss auch bestimmt werden, welche Leistung im Verhältnis zur verfügbaren Netzzugangskapazität optimal ist, ob sich die Integration von Speichern lohnt, welche Änderungen an den Zugangs- und Anschlussgenehmigungen erforderlich sind und wie das Gesamtsystem betrieben werden soll, um den größtmöglichen Wert aus der Erzeugung zu erzielen.

Das Ziel besteht nicht mehr einfach darin, so viele Megawatt wie möglich zu installieren. Vielmehr gilt es, die erneuerbare Ressource, den Standort, den Anschlusspunkt und die über die gesamte Lebensdauer der Anlage erwarteten Einnahmen gemeinsam zu optimieren.

Hybridisierte Speicher gewinnen bei der Projektauslegung an Bedeutung

53% der geförderten Projekte umfassen hybridisierte Speicher. Zusammen werden sie dem Stromsystem etwas mehr als 2 GWh neue Speicherkapazität hinzufügen. Diese Zahl bedeutet nicht, dass bei jedem Repowering eine Batterie erforderlich ist, zeigt aber, dass die Speicherung zu den Entscheidungen gehört, die bereits in den frühesten Projektphasen bewertet werden müssen.

Für die richtige Dimensionierung des Speichers müssen dessen Leistung und Kapazität zusammen mit dem Profil der erneuerbaren Erzeugung, der am Anschlusspunkt verfügbaren Kapazität, den erwarteten Preisspannen, der Teilnahme an Regelenergiemärkten, der Anzahl der Zyklen und der Batteriedegradation analysiert werden.

Eine Batterie ermöglicht es, einen Teil der Erzeugung aus Stunden mit geringerem Wert in Zeiten mit höheren Preisen zu verlagern und eine begrenzte Netzzugangskapazität besser zu nutzen. Eine größere Batterie bedeutet jedoch nicht zwangsläufig eine höhere Rentabilität. Die optimale Dimensionierung hängt von den künftigen Preisen, dem Erzeugungsprofil, den Einspeisebeschränkungen und den in jedem Markt verfügbaren Erlösmöglichkeiten ab.

Der Anschlusspunkt und der erzielte Preis verändern die Analyse

Durch Repowering kann die installierte Leistung eines Windparks deutlich steigen, während die Netzzugangskapazität eine begrenzte Ressource bleibt. Unter bestimmten Bedingungen erlaubt die Regulierung, Speicher oder andere Technologien durch Hybridisierung über denselben Anschlusspunkt und mit der bereits gewährten Zugangskapazität hinzuzufügen, wobei diese Änderungen die entsprechenden Verfahren und Anforderungen erfüllen müssen.

Dadurch müssen verschiedene Alternativen verglichen werden. Ein Projekt kann seine Zugangskapazität beibehalten und Einspeisebeschränkungen durch die Integration von Speichern zur zeitlichen Verlagerung der Energie bewältigen oder Änderungen an den Zugangs- und Anschlussgenehmigungen vorschlagen, sofern diese technisch und administrativ umsetzbar sind.

Neben der Energie, die in das Netz eingespeist werden kann, ist auch der Preis entscheidend, zu dem diese Erzeugung bewertet wird. Der erzielte Preis entspricht dem durchschnittlichen Marktpreis, gewichtet nach dem stündlichen Einspeiseprofil der Anlage, und kann erheblich vom durchschnittlichen Marktpreis abweichen.

In einem System mit zunehmender Durchdringung durch Windenergie und Photovoltaik kann das Zusammentreffen einer hohen erneuerbaren Erzeugung die Preise in bestimmten Stunden senken und so den erzielten Preis unter Druck setzen. Stündliche Preis- und Erzeugungsprognosen sind daher unerlässlich, um abzuschätzen, wie sich der erzielte Preis und die Einnahmen einer repowerten Anlage entwickeln werden und welchen Wert Speicher schaffen können.

Die Finanzierung erfordert die Modellierung einer komplexeren Anlage

Die im Rahmen von Repoten 2 ausgewählten Projekte werden Investitionen von fast 3,75 Milliarden Euro mobilisieren und damit die gewährte Fördersumme deutlich übertreffen. Private Finanzierung bleibt daher ein wesentlicher Baustein, um diese Maßnahmen bis zur Inbetriebnahme zu bringen.

Wenn das Repowering Speicher umfasst, muss das Finanzmodell Einnahmequellen mit unterschiedlichen Eigenschaften abbilden. Zu den Einnahmen aus der erneuerbaren Erzeugung können Erlöse aus Arbitrage auf den Energiemärkten und aus der Teilnahme der Batterie an Regelenergiemärkten hinzukommen, ebenso wie Faktoren wie Degradation, Betriebszyklen und ein möglicher Austausch von Anlagenkomponenten während der Projektlaufzeit.

Die Analyse der Bankfähigkeit erfordert mehr als eine allgemeine Prognose des durchschnittlichen Marktpreises. Notwendig sind Schätzungen des stündlichen Einnahmenprofils, des von der Erzeugung erzielten Preises, möglicher Einspeisebeschränkungen und des Batterieverhaltens unter verschiedenen Preis- und Volatilitätsszenarien.

Konsistente Annahmen für alle diese Variablen verringern die Unsicherheit des Finanzmodells und ermöglichen einen besseren Vergleich von Auslegungsalternativen, bevor Investitions- und Finanzierungsentscheidungen getroffen werden.

Prognosen und Simulationen für kohärente Entscheidungen

Repowering eröffnet viele Möglichkeiten, erzwingt aber auch Entscheidungen, die eng miteinander verknüpft sind. Die Wahl der Leistung der neuen Anlage beeinflusst die Nutzung des Anschlusspunkts. Die Zugangskapazität wirkt sich auf die Dimensionierung der Batterie aus. Größe und Betriebsstrategie des Speichers verändern die erwarteten Einnahmen, und letztlich bestimmen all diese Elemente die Rentabilität und Finanzierung des Projekts.

Die stündlichen Prognosen der Strommarktpreise und der erneuerbaren Erzeugung von AleaSoft Energy Forecasting ermöglichen es, diese Entscheidungen anhand langfristiger Szenarien zu analysieren und dabei den erzielten Preis, die erwarteten Einnahmen und die Auswirkungen verschiedener Anlagenkonfigurationen zu schätzen.

Auf dieser Grundlage ermöglichen die Analysen von AleaStorage, unterschiedliche Dimensionierungen von Energiespeichern zu vergleichen, Lade- und Entladestrategien zu simulieren und die Einnahmen zu schätzen, die sowohl auf den Energiemärkten als auch auf den Regelenergiemärkten erzielt werden können. Die Integration dieser Ergebnisse in das Finanzmodell hilft dabei, die Konfiguration mit dem höchsten Wertbeitrag zu identifizieren und kohärente Annahmen für den Dialog mit Banken, Fonds und Investoren bereitzustellen.

Beim Repowering geht es nicht nur darum, alte Technologie durch effizientere Anlagen zu ersetzen. Es bedeutet, die Anlage für ein Stromsystem neu zu konzipieren, das sich von dem zum Zeitpunkt ihrer Errichtung unterscheidet, und dabei von Anfang an zu berücksichtigen, wie sie erzeugen, das Netz nutzen, ihre Energie verkaufen und über die kommenden Jahrzehnte Wert schaffen wird.

Quelle: AleaSoft Energy Forecasting

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